Im Zuge einer Innensanierung durch die Gemeinde im Jahr 2014 wurde das Gebäude umfassend erneuert. Bereits kurze Zeit später zeigten sich jedoch bauphysikalische Herausforderungen. An den Decken bildete sich Kondenswasser, was in der Folge zu Schimmelbildung sowie Schäden am Deckenputz führte. Zunächst wurde die Ursache in einer mangelhaften Dachabdichtung vermutet, weshalb die Abdichtung des Nacktdachs erneuert wurde. Die auftretenden Schäden konnten dadurch jedoch nicht nachhaltig behoben werden. Die genaue Analyse zeigte, dass die Problematik dampftechnischer Natur war – ein sensibler Aspekt insbesondere bei Konstruktionen mit Innendämmungen. Durch die fehlende Dampfbremse verlagerte sich der Taupunkt in das Innere der Konstruktion, wodurch Feuchtigkeit innerhalb des Gebäudes kondensierte. Im Jahr 2024 wurde daraufhin ein bauphysikalischer Bericht mit einem umfassenden Sanierungskonzept erarbeitet. Auf dieser Grundlage erfolgte 2025 die erneute Sanierung unter unserer Leitung mit dem Ziel, die bauphysikalischen Mängel dauerhaft zu beheben und das Gebäude energetisch zu optimieren. Im Innenraum wurden die Beleuchtungssysteme auf energieeffiziente LED-Technik umgerüstet, beschädigte Putzflächen instandgesetzt sowie sämtliche Oberflächen neu gestrichen. Ergänzend wurde die bestehende Abluftanlage mit einer zeitlichen Steuerung versehen, sodass die Lüftung über den Tagesverlauf regelmässig Feuchtigkeit abführt. Dadurch kann insbesondere die über den Boden aufsteigende Erdfeuchtigkeit kontinuierlich abgeführt werden, welche das ursprüngliche Schadensbild zusätzlich verstärkt hatte.
STANDORT
Flüeli-Ranft, Obwalden
TYPOLOGIE
Renovation + Sanierung
Bauphysik